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Flyer Stadt, Bürger, Dialog


 

 

wettbewerb
„Stadt, Bürger, Dialog“

Mit dem Wettbewerb Stadt Bürger Dialog suchte das Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft in Partnerschaft mit der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen und der Arbeitsgemeinschaft der Sanierungs- und Entwicklungsträger innovative und erfolgreiche Bürgerbeteiligungsprojekte, bei denen integrierte Stadtentwicklungskonzepte erarbeitet wurden. Am 12. Mai 2015 fand die Preisverleihung im Rahmen eines Kongresses im Haus der Wirtschaft in Stuttgart statt.

Logo Stadt, Bürger, DialogStadt Bürger Dialog ist ein Projekt des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft in Partnerschaft mit der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen und der Arbeitsgemeinschaft der Sanierungs- und Entwicklungsträger. Das Projekt wird unterstützt von weiteren Partnern wie der Architektenkammer Baden-Württemberg, dem Gemeindetag Baden-Württemberg und dem Städtetag Baden-Württemberg, der Hochschule für Technik Stuttgart und der Universität Stuttgart. Ziel des Wettbewerbs ist es, die enge Verbindung zwischen Bürgerbeteiligung und Städtebauförderung - insbesondere bei der Erarbeitung integrierter Stadtentwicklungskonzepte - hervorzuheben und einen breiten inhaltlichen Dialog zu diesem aktuellen Thema anzustoßen.

Gruppenfoto Kongress Stadt, Bürger, Dialog

Am Dienstag, 12. Mai 2015, zeichnete Staatssekretär Peter Hofelich im Haus der Wirtschaft in Stuttgart 15 beispielhafte Kommunen aus, die beim gleichnamigen Projektaufruf des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg ausgewählt worden waren.

„Ich freue mich sehr, dass ich heute diese herausragenden Beispiele aus dem Bereich der Bürgerbeteiligung auszeichnen kann. Mit dem Stadt Bürger Dialog wollen wir die gute Praxis der Bürgerbeteiligung in der Stadterneuerung im Land bekannt machen und den Dialog zu diesem wichtigen Thema weiter fördern. Eine gute und zukunftsfähige Stadtentwicklung braucht den lebendigen Diskurs“, erläuterte der Staatssekretär im Gespräch mit dem Moderator Axel Graser vom SWR. „In der Diskussion um Bürgerbeteiligung stellt sich die wichtige Frage, wie wir gewährleisten, dass sich alle unterschiedlichen Gruppen beteiligen und ihre Interessen vertreten können. Bei Beteiligung gilt: offene Tür statt geschlossene Gesellschaft. Die Preisträger haben auch zu dieser Frage besonders vorbildliche Ideen entwickelt und umgesetzt“, würdigte der Staatssekretär abschließend.

Rund 230 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren am Vormittag zunächst von dem Künstlerensemble LAUTER LEISE aus Stuttgart mit Rezitationen und Sprechgesang auf das Thema der Veranstaltung - Bürgerbeteiligung und Mitgestalten einer Stadt - eingestimmt worden.

Prof. Dr. Markus Müller. Abteilungsleiter im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg begrüßte alle Anwesenden mit grundsätzlichen philosophischen Gedanken zum Verhältnis von Stadt und Gesellschaft.

Gudrun Heute-Bluhm, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags Baden-Württemberg, betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung und Vielfalt von Beteiligungsmöglichkeiten in einer Stadtgesellschaft und brachte hierbei auch ihre eigenen Erfahrungen als langjährige Oberbürgermeisterin der Stadt Lörrach ein.

Im ersten Impulsvortrag legte Prof. Dr. Klaus Selle von der RWTH Aachen seine Gedanken zur Bedeutung der Bürgerbeteiligung in der Stadtentwicklung dar. Er definierte zunächst die verschiedenen Arten von Partizipation und wies unter den Stichworten "Placebo oder Partizipation?" auch auf die aus seiner Meinung kritischen Entwicklungen hin: Wenn Beteiligung ohne tatsächliche Entscheidungsspielräume durchgeführt werde, werde sie schnell zum "Particitainment", so seine These. Mit fünf Leitsätzen für eine "gute Beteiligung" schloss er seinen Vortrag, der auf großes Interesse stieß.

Karl Langensteiner-Schönborn, Baubürgermeister in Konstanz, stellte im zweiten Impulsvortrag die unterschiedlichen Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung - abhängig vom städtebaulichen Kontext, Zielen und Zielgruppen - anhand konkreter Beispiele aus Konstanz vor.

In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Jens Kuderer von der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen, Artur Maier von der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Sanierungsträger, Martin Müller vom Städtetag Baden-Württemberg und Ralph König aus dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg die Bedeutung von Bürgerbeteiligung heute und in Zukunft sowie die Verantwortung von Institutionen und Verbänden für die Etablierung einer Beteiligungskultur.

Die Mittagspause bot neben der Gelegenheit für eine vertiefte Diskussion der Wortbeiträge auch die Möglichkeit, die 15 ausgezeichneten Kommunen in einer Ausstellung kennenzulernen und an ihren Ständen mit den kommunalen Vertreterinnen und Vertretern ins Gespräch zu kommen.

Höhepunkt des Kongresses war die Preisverleihung, bei der Staatssekretär Peter Hofelich 15 Kommunen für besonders zielgruppenorientierte, kreative und wirksame Beteiligungsverfahren auszeichnet. Im Gespräch mit dem Moderator berichtete der Staatssekretär zunächst von seinen eigenen Erfahrungen mit Bürgerbeteiligung aus der Zeit als Gemeinderat. Im Anschluss überreichte Hofelich allen Preisträgern und Anerkennungen eine Urkunde sowie eine Bronzeplakette.

Wohnbus-Touren zu den Preisträgern

Die Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen bietet allen Interessierten an, sich einige der Preisträger des Wettbewerbs Stadt Bürger Dialog vor Ort anzuschauen und sich die Projekte aus erster Hand vorstellen zu lassen. Dazu sind zwei Wohnbus-Touren in Kooperation mit dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft im November 2015 geplant, eine im badischen und eine im württembergischen Landesteil. Weitere Informationen über die geplanten Touren erhalten Sie in diesem Flyer (PDF-Datei 1,23 MB).

Wenn Sie Interesse an den Exkursionen haben, schicken Sie uns bitte eine Nachricht an unsere Mailadresse info@arge-online.org oder tragen Sie sich im Kontaktformular des Wohnbus ein.

Weitere Informationen über die Wohnbus-Touren erhalten Sie auf der Wohnbus-Seite.