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Presseinformation

Preisübergabe 20.01.2009
(PDF-Datei 31 KB)

Dokumentation zum Studentenwettbewerb

Wettbewerb 2010

Gesamtfassung (PDF-Datei 8,1 MB)

 

Änderungen vorbehalten – Subject to change

Vom Studentenwohnen zum Mehrgenerationen- und Alten-Service-Wohnen
Kooperativer Studentenwettbewerb

„Änderungen vorbehalten“, so heißt der kooperative Studentenwettbewerb, den die Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg initiiert hat. Er spricht einen der wichtigsten Trends im künftigen Wohnungsbau an: die zunehmende Nachfragedifferenzierung aufgrund der Pluralisierung der Lebensstile. Diesem Wandel werden sich alle stellen müssen, die künftig in den Wohnungsbau investieren: Haushaltstypen und Bauherren verändern sich, andere Wohnstandorte, Wohnungstypen und Wohnumfelder werden gefragt sein.

Der Wettbewerb zeigt am Beispiel des westlich der Ulmer Innenstadt gelegenen Dichterviertels neue Wege zur städtebaulichen Umsetzung auf.

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Ein 1. Preis in Höhe von 1.500 Euro für Bianca Dohm und Bianca Wiesenfarth von der Hochschule Biberach

1. Preis Gewinner 1. Preis

Für die Entwicklung einer modularen Gebäudekonzeption, die die Ausbildung unterschiedlichster Wohnungstypen wie z. B. Lofts, Geschosswohnungen, Maisonetten und Mehrgenerationenhäuser erlaubt, wird Bianca Dohm und Bianca Wiesenfarth ein erster Preis zuerkannt.

Mit ihrem Entwurf ist es den beiden Wettbewerbsteilnehmerinnen gelungen, einen flexiblen Gebäudetypus zu entwerfen, der eine Umnutzung von Einzelstudentenzimmern zu Wohngemeinschaften und später zu Seniorenwohnungen erlaubt.

Die Gebäude sind in Skelettbauweise mit einem nutzungsoffenen Konstruktionsraster geplant. Die erforderliche Flexibilität und Wandelbarkeit der Wohnungen wird durch nutzungsneutrale Zimmergrößen, durchgehende Installationsschächte und Sanitärzonen sowie barrierefreie Bäder gewährleistet.

Die vorgeschlagene skulpturale Baustruktur mit gut gegliederten Freiräumen nimmt den
Bezug zur Kleinteiligkeit der Nachbarbebauung auf. Sie lässt ohne Weiteres den Erhalt von vorhandenen Gebäuden zu und leistet damit einen großen Beitrag zur Identifikation der Bewohner mit ihrem Quartier.

Ein 2. Preis in Höhe von 1.300 Euro für Eric Littlewood und Christopher Kuhn von der Universität Stuttgart

2. Preis Gewinner 2. Preis

Für ihren Wettbewerbsbeitrag, der ein urbanes, qualitativ hochwertiges Quartier entwickelt, werden Eric Littlewood und Christopher Kuhn mit einem 2. Preis ausgezeichnet.

Ein attraktiver Grünzug entlang der ehemaligen Wallanlagen sowie eine Promenade an der Kleinen Blau schaffen differenzierte Freiraum- und Aufenthaltsqualitäten.

Im Südosten des Quartiers wird ein neuer, attraktiver städtischer Platz ausgebildet, der sich zum Wasser öffnet und das Quartier mit der Innenstadt verknüpft. In Verbindung mit einem vielfältigen Angebot an Läden und öffentlichen Funktionen kann ein neues Quartierszentrum mit großem Identifikationspotenzial geschaffen werden.

Das Wohnungsangebot zeichnet sich durch ein hohes Maß an Flexibilität aus. Die Trag- und Grundrissgestaltung lässt ohne große bauliche Eingriffe sowohl studentisches und altengerechtes Wohnen als auch familienfreundliches Wohnen zu.

So können die verschiedenen Wohnungen wechselnden Anforderungen entsprechen und sind offen für individuelle Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner.

Ein 3. Preis in Höhe von 1.100 Euro für Daniela Walz und Sebastian Selbmann von der Universität Karlsruhe

3. Preis Gewinner 3. Preis

Mit ihrem Entwurf ist es den beiden Wettbewerbsteilnehmern gelungen, eine neue flexible und modulare Gebäudetypologie zu entwickeln. Hierfür wird ihnen ein 3. Preis zuerkannt.

Die strenge, orthogonal geordnete Typologie der Wohngebäude löst sich vollkommen vom Vorhandenen. Sie kann auch auf andere städtebauliche Situationen übertragen werden und lässt sich zeitlich flexibel in verschiedenen Bauabschnitten entwickeln.

Durch ein modulares System und die Verwendung von industriell vorgefertigten Elementen – wie z. B. von Sanitärboxen und Innenwandelementen – entsteht ein hohes Maß an Flexibilität.

Verschiedene Kombinationen der Wohneinheiten erlauben eine Vielfalt an Wohnungstypen von der 1- bis zur 7-Zimmer-Wohnung sowie freie Grundrissformen.

Dieses System ermöglicht Studenten und Senioren vielfältige, individuelle und veränderbare Wohnformen in einem durchmischten und gemeinschaftsorientierten Wohnquartier.

 

Eine Anerkennung in Höhe von 400 Euro für Fabian Achenbach und Simon Malarte von der Universität Stuttgart

Anerkennung 1 Anerkennung Achenbach, Malarte

Für die gelungene Konzeption eines flexibel nutzbaren Gebäudetyps erhalten Fabian Achenbach und Simon Malarte eine Anerkennung.

Das Studenten- und Seniorenwohnen wird in einem Komplex aus drei quadratischen
Hochpunkten angeordnet, die durch eine gläserne Sockelzone verbunden sind.
Hier befinden sich Gemeinschaftseinrichtungen und öffentlich nutzbare Gastronomieangebote wie z. B. ein Café.

Der Grundriss der Hochpunkte ist durch ein schalenartiges Organisationsprinzip gekennzeichnet. Im Inneren liegt der Erschließungskern, an den sich ein Ring aus Versorgungsräumen (d. h. aus Nasszellen bzw. Küchen) anschließt. Die äußerste „Schale“ wird von Individualräumen gebildet.

Dieses Organisationsprinzip erlaubt eine flexible Aufteilung unterschiedlicher Wohneinheiten. So können die 2er-Studentenwohngemeinschaften der ersten Nutzungsphase mit wenigen baulichen Eingriffen später zu Senioren-Einzelappartements umgestaltet werden.

Eine Anerkennung in Höhe von 400 Euro für Claudia Kaufmann und Vera Kaps von der Universität Stuttgart

Anerkennung 2 Anerkennung Kaufmann, Kaps

Für die beispielhafte Konzeption eines flexiblen Gebäudetyps mit hochwertigen Gemeinschafts- und Freiräumen werden Claudia Kaufmann und Vera Kaps mit einer Anerkennung bedacht.

Das Studentenwohnen wird im Zentrum des Quartiers mit direktem Bezug zu einem neuen Quartiersplatz und den Freiräumen am Flussarm der Kleinen Blau angeordnet.

Der Gebäudeentwurf ist durch ein modulares System gekennzeichnet: Jeweils vier Räume und eine Gemeinschaftsfläche ermöglichen das Zusammenschalten verschiedener Zimmer- und Wohnungsgrößen.

Da das Konstruktionsraster, die Loggien, Nasszellen und Küchenzeilen in jeder Nutzungsphase erhalten bleiben, kann eine Veränderung der Grundrissstruktur mit wenigen baulichen Eingriffen erfolgen.

Hierdurch ergibt sich ein vielfältiges Wohnangebot und ein breites Nutzungsspektrum: vom Studenten- und Mehrgenerationen- bis zum Familien- und Seniorenwohnen.

Eine Anerkennung in Höhe von 400 Euro für Astrid Löhe und Jennifer Maier von der Universität Stuttgart

Anerkennung 3 Anerkennung Löhe, Maier

Astrid Löhe und Jennifer Maier erhalten für ihre Konzeption eines urbanen, flexiblen Wohnquartiers eine Anerkennung.

Der Entwurf nimmt die für das südliche Dichterviertel typische Blockrandbebauung mit ihren privaten Innenhöfen auf, interpretiert sie jedoch neu und entwickelt sie zu einem spannungsreichen Raumgefüge weiter.

Der teilweise noch vorhandene Grünzug der alten Wallanlagen wird erhalten und fortgeführt. Ein Netz aus platzartigen Raumfolgen schafft vielfältige Freiraum- und Aufenthaltsqualitäten.

Die geplante Unterführung und der Steg münden in einen neuen Platz mit Einkaufsmöglichkeiten, einem Café und einem Restaurant; eine große Treppenanlage ermöglicht einen direkten Zugang zur Kleinen Blau.

Die Wohnungen werden konsequent mit Laubengängen auf der Nordseite bzw. innenliegenden Treppenhäusern auf den Ost-West-orientierten Seiten erschlossen. Die Studentenwohngemeinschaften der ersten Nutzungsphase können mit vertretbarem Aufwand zu seniorengerechten 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen umgebaut werden.

Eine Anerkennung in Höhe von 400 Euro für Carolin Maurer und Juliane Zaiser von der Universität Stuttgart

Anerkennung 4 Anerkennung Maurer, Zaiser

Für die Entwicklung einer flexiblen Gebäudetypologie erhalten Carolin Maurer und Juliane Zaiser eine Anerkennung.

Das städtebauliche Konzept reagiert auf die besondere Situation des Planungsgebiets zwischen der B 10 und den Bahngleisen durch eine Lärmschutzbebauung in den Randbereichen. Vorhandene Grün- und Wegeverbindungen werden in das Planungsgebiet aufgenommen und weitergeführt, die Uferzone an der Kleinen Blau wird aufgewertet und neu gestaltet.

Das Studentenwohnen ist durch eine modulare Gebäudestruktur gekennzeichnet, die sich aus drei unterschiedlichen Bausteinen zusammensetzt. Diese Bausteine, in denen sich Sondernutzungen und die Wohnungen befinden, können flexibel kombiniert werden. Sie sind mit einem großzügigen Laubengang verbunden, der durch seine Dimension und Ausformung nicht nur als Erschließungs-, sondern auch als Kommunikationszone dient.

Die Grundrisskonzeption erlaubt durch wenige bauliche Maßnahmen eine Umnutzung von Wohngemeinschaften und kleinen Familien-Wohnungen zu attraktiven Senioren-Appartements.

Prof. Dr. Franz Pesch Richard Drautz, Staatssekretär des Landes Baden-WürttembergHeinz Panter, LBS Baden-Württemberg Prof. Dr. Thomas Jocher

Fotos von der Preisverleihung: Jürgen Weller Fotografie